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Heinrich Blasius, Foto: HBI


Dr. Heinrich Blasius

Forschungstätigkeit

Nach seiner Studienzeit an den Universitäten Marburg und Göttingen von 1902 bis 1906 wurde Heinrich Blasius wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Ludwig Prandtl und von 1908 an Assistent am Labor für Hydraulik an der Technischen Universität Berlin.

Innerhalb von nur 6 Jahren hat Blasius eine Reihe von Problemen der Fluiddynamik erfolgreich bearbeitet. Dazu zählen das Problem der Grenzschichtströmung als direkte Anwendungen der Grenzschichttheorie, die Prandtl einige Jahre zuvor entwickelt hatte und die Definition der Grenzschichtablösung in divergenten Strömungen mit dem ersten exakten Ergebnis, was zumindest die grundlegenden Fragen der Turbulenz klärte.

Weiterhin arbeitete Blasius über die Potentialströmung, indem er mit ihrer Hilfe Probleme im Zusammenhang mit der Tragflächentheorie löste. Das Ergebnis dieser Arbeiten ist als Blasius Theorem der Aerodynamik bekannt. Schließlich legte Blasius einen Ansatz für den Rohrreibungs-Koeffizienten vor, indem er die Reynoldssche Zahl konsequent anwandte, was zu einem Potenzgesetz für turbulent glatte Rohrströmungen führte.

(aus B. Baumann: Blasius: Erinnerung an ein Urgestein der Ingenieurschule Hamburg,
Zeitung des Freundeskreises M+P Berliner Tor e.V. - 2006/07,
auszugsweise Übersetzung von W. H. Hager: Blasius: A life in research and education)

Weitere Artikel zur Forschung von Heinrich Blasius

Einige Veröffentlichungen von Heinrich Blasius

  • 1907: Grenzschichten in Flüssigkeiten mit kleiner Reibung.
    Dissertation, University of Göttingen. Teubner Verlag
  • 1908: Grenzschichten in Flüssigkeiten mit kleiner Reibung.
    Zeitschrift für Mathematik und Physik 56:1-37; 60: 397-398
  • 1909: Über verschiedene Formen Pitotscher Röhren.
    Z. Bauverwaltung 29:549-552; auch in: Turbine 6:156-160
  • 1910: Theorie eines neuen hydraulischen Widders mit zwangsläufiger Steuerung für grosse Wassermengen. Glasers Ann. 66:211-216
  • 1910: Funktionentheoretische Methoden in der Hydrodynamik.
    Zeitschrift für Mathematik und Physik 58:90-110
  • 1910: Laminare Strömung in Kanälen wechselnder Breite.
    Zeitschrift für Mathematik und Physik 58:225-233
  • 1910: Über die Abhängigkeit der Riffeln und Geschiebebänke vom Gefälle.
    Zeitschrift für Bauwesen 60:466-472
  • 1911: Mitteilung zu meiner Abhandlung über: Funktionstheoretische Methoden in der Hydrodynamik. Zeitschrift für Mathematik und Physik 59:43-44
  • 1911: Stromfunktion symmetrischer und unsymmetrischer Flügel in zweidimensionaler Strömung. Zeitschrift für Mathematik und Physik 59:225-243
  • 1911: Stromfunktion für die Strömung durch Turbinenschaufeln.
    Zeitschrift für Mathematik und Physik 60:354-372
  • 1912: Das Ähnlichkeitsgesetz bei Reibungsvorgängen.
    Z. Ver. Dtsch. Ing. 56(16):639-643
  • 1912: Berechnung der Kräfte, die die Schiffe in Schleusenkammern durch das Einströmen von Wasser erfahren. Glasers Ann. 71:135-137, 169-171
  • 1912: Luftwiderstand und Reynoldsche Zahl.
    Z. Flugtech. Motorluftsch. 3(3):36-37
  • 1913: Das Ähnlichkeitsgesetz bei Reibungsvorgängen in Flüssigkeiten.
    Mitteilung 131 über Forschungsarbeiten auf dem Gebiete des Ingenieurwesens.
    Springer, Berlin Heidelberg New York
  • 1913: Träger kleinster Durchbiegung und Stäbe grösster Knickfestigkeit bei gegebenem Materialverbrauch. Zeitschrift für Mathematik und Physik 62:182-197
  • 1919: Der Einfluss der elastischen Aufbiegung der Balance einer Unruh auf die Schwingungsdauer. Z. Instrumentenkunde 39:19-27
  • 1925: Über Schwingungserscheinungen an einholmigen Unterflügeln.
    Z. Flugtechnik und Motorluftschiffahrt 16(3):39-43
  • 1936: Der Galilei-Machsche Versuch.
    Z. Phys. Chem. Unterricht 49:72
  • 1936: Versuch zur Demonstration der Biegespannungen.
    Z. Phys. Chem. Unterricht 49:160-161