Das Hauptpraktikum während des Studiums war Wegbereiter für meinen bisherigen Berufsweg. Ich absolvierte es bei der Firma Stal Astra
GmbH Kälteanlagen, Glinde. Diese Firma plant, konstruiert und baut Großindustriekälteanlagen mit dem Kältemittel NH3.Projektabwicklung
Nach dem Studium wurde ich von der Firma übernommen und in
der Auftragsabwicklung eingesetzt. Die Aufgabe in der Projektabwicklung beinhaltet die Planung, Konstruktion, Ausführung und die Kostenkontrolle in eigenverantwortlicher Arbeitsweise. Ich betreute Umbauten in der
TK-Industrie, Erweiterungen bei Brauereien bis hin zu neuen Großanlagen, wie z.B. das Hochregallager Power Logistics, Fallingbostel, sowie große Citrus-Kühllager in Ägypten und eine Getränkekühlanlage von Pepsi-Cola in
Jordanien. Die Firma Stal Astra wurde bereits innerhalb des ersten halben Jahres meiner Zugehörigkeit umstrukturiert und in den letzten sieben Jahren mehrfach umbenannt und verkauft.
Süddeutschland
Im Jahre 1995 wechselte ich in die Niederlassung Süd und trat eine neue Stelle als Projektingenieur an. Dabei war ich die Schnittstelle zwischen dem Außendienst und der Abwicklung. Die Aufgaben waren sehr vielfältig.
Sie gingen von der technischen und preislichen Gestaltung der Angebote bis hin zum Verkauf und der nachfolgenden technischen und kaufmännischen Betreuung in der Auftragsabwicklung. Die Projektierung von Anlagen für die
Chemie, Pharmazie, Lebens- und Getränkemittelindustrie, Molkereien und die Automobilindustrie waren mein tägliches Brot.
Aufgrund der Größe der Niederlassung und einer engen Zusammenarbeit mit dem
Niederlassungsleiter war meine Tätigkeit nicht nur auf die Projektierung beschränkt, sondern ich lernte viele Tricks und das Verhandlungsgeschick für den Vertrieb. Zusätzlich erhielt ich ein Gespür für die Leitung einer
Niederlassung mit der Vertretung nach Innen und Außen.
Vertrieb
Anfang 1999 wurde mir neben der Projektierung auch die Aufgabe des Vertriebsingenieurs übertragen. Nach der letzten Fusion im Sommer
1999 wechselte die Firma bereits zum sechsten Mal ihren Namen. Neue Strukturen sowie eine sich ständig ändernde Produktpalette bedeuteten, sich immer wieder selbst zu motivieren und einen neuen Bezug zum Unternehmen zu
finden.
Internet
Für Industriekälteanlagen gibt es im Internet keine vernünftige Plattform, die Grundlagen, Spezialkenntnisse und ein Forum für den Interessierten bietet. Mein Wunsch ist es, auch im
Anlagenbau eine “Open Source Politik” zu erreichen. Deswegen betreibe ich privat eine Homepage “Treffpunkt Kälte” (http://www.treffpunkt-kaelte.de). Ich wünsche mir, dass die Anlagenbauer und die Zulieferindustrie
interessante Informationen dazu beitragen und sich an dem Diskussionsforum aktiv beteiligen. Ich werde dem Kälteanlagenbau als “Königsdisziplin des Anlagenbaus” weiterhin die Treue halten