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IWS-Workshop "Press-Schweißen"
Am 28.01.2000 fand der vom Institut für Werkstoffkunde und Schweißtechnik (IWS) durchgeführte Workshop Press-Schweißen statt. Obwohl die Schweißtechnik im Norden eine große Tradition hat, ist das Press-Schweißen mit
allen Vorteilen und Anwendungsgebieten relativ wenig bekannt. Die Veranstaltung hatte daher das Ziel, das Press-Schweißen in seinen vielfältigen Einsatzgebieten einem größeren Anwenderkreis näher zu bringen.
Vorgestellt wurde das Mittelfrequenzschweißen durch Herrn Bothfeld von der Fa. Harms+Wende, das Buckelschweißen von Aluminium durch Herrn Göbel von den Dalex-Werken, das Kondensatorentladungs-Schweißen durch Herrn
Hinneberg von der Fa. Impuls-Schweißtechnik und das Reibschweißen durch Prof. Horn vom IWS. Die insgesamt mehr als 50 sehr interessierten Teilnehmer zu diesen 4 Vorträgen bewiesen, dass ein großer Bedarf
an einer derartigen Informationsveranstaltung bestand. VDMA-Workshop "Minimalmengenschmierung bewährt sich in der Praxis" Die Kühlschmierstoffe in der Zerspanung helfen den Prozeß zu kühlen, zu
schmieren und die Späne zu transportieren. Sie werden in großen Mengen gebraucht (gerechnet wird an jeder Maschine in l/min!), sie sind gesundheitsschädlich, müssen als Sondermüll entsorgt und/oder aufwendig aufbereitet
werden. Die Berichte von Ingo Palm (Heidelberger Druckmaschinen, Wiesloch), Dr. Peter Müller (Titex Plus Präzisionswerkzeuge, Günter &Co. GmbH, Frankfurt), Dr. Tibor Cselle (Platit AG, Grenchen,
Schweiz) und Helmut Schuster (Schuster GmbH, Denklingen) belegten: Die Minimalmengenschmierung (gerechnet wird an jeder Maschine in ml/h!) in der Zerspanung ist technisch ausgereift, sie bringt Kostenvorteile, schafft
gesündere Arbeitsplätze und schont die Umwelt. Mit der abschließenden Podiumsdiskussion, zusätzlich zu den Referenten besetzt mit Dr. Föllmann (Arbeitsphysiologie, Uni Dortmund), Karsten Schulte (ISF, Uni Dortmund) und
Dierk Stäbler (Fraunhofer Institut für Chemische Industrie) konnten die Randbedingungen und die Einsatzvoraussetzungen geklärt werden. Der Workshop war mit 150 Teilnehmern sehr gut besucht, wodurch
belegt wird, daß in vielen Unternehmen Interesse und/oder Druck besteht, die Kühlschmierstoffproblematik anzugehen. Dennoch: Die “alten Hasen” in der Fertigung bleiben skeptisch; die Führungskräfte
fürchten, die Entscheidung sei unumkehrbar; Kühlschmierstoffhersteller behaupten, nur bei der Massenfertigung mit bestimmten Zerspanungsverfahren und Werkstückwerkstoffen lohne sich der Aufwand, die Technologie
abzustimmen, die geeigneten Werkzeuge und Maschinen zu entwickeln usw. Die Folgen? Führende Großunternehmen, wie Heidelberger Druck, werden ihren Technologie-Vorsprung vergrößern. Politiker werden erkennen, daß hier
eine Technologie verfügbar ist, die ein Gesundheits- und Umweltproblem zu beseitigen oder zumindest verringern hilft, wenn der Gesetzgeber den notwendigen Druck ausübt. Hier brauchen auch die
mittelständischen Betriebe in Norddeutschland praxistaugliche Hilfe. Diese soll mit einem von Prof. Dräger initiierten und betreuten Projekt "Minimalmengenschmierung in die Praxis", welches eingebunden ist in
das am Fachbereich bereits laufende Projekt “Nachhaltige Metallwirtschaft” (Projektleitung
Prof. Dr. A. v. Gleich), geleistet werden. Drei Pilotanwendungen zur Einführung der Minimalmengenschmierung in der spanenden Bearbeitung von drei
Norddeutschen Betrieben werden vorbereitet, durchgeführt und bewertet. Die dazu notwendige Machbarkeitsstudie läuft im WS 2000/2001 im Labor für Produktionstechnik unseres Fachbereiches an. Die Übertragung in die Praxis
ist für das Frühjahr 2001 geplant. Wer sich für dieses Projekt interessiert, möchte sich bitte melden: Prof. Dräger, FB M+P, Fax 040 428594381, Email . |
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