Die Vorbereitung eines Praktikumsaufenthaltes in den USA ist aufwändig, die Mühe lohnt sich jedoch. Diese Seite ist der Versuch einer (naturgemäß unvollständigen) "to do"-Liste.
Vorbereitungszeit
Falls ein Praktikumsplatz bereits vorhanden ist, ist es in "Notfällen"
möglich, die Vorbereitungszeit auf 3 bis 4 Monate abzukürzen
(z.B. mit Council). Realistischer ist eine Vorbereitungszeit von bis zu
einem Jahr, um einen geeigneten Praktikumsplatz zu finden. Dabei müssen
auch Anmeldefristen (z.B. für spezielle Programme der Carl Duisberg
Gesellschaft, Stipendien und andere finanzielle Unterstützung) berücksichtigt
werden.
Ist der Pass noch gültig? Muß ein Englischtest gemacht werden? Wann finden Vorbereitungsseminare der verschiedenen Veranstalter statt?
Visum
J1-Visum für "exchange visitors". Es kann nur im Zusammenhang
mit einer Sponsororganisation wie Council oder der Carl Duisberg Gesellschaft
beantragt werden. Genauere Informationen gibt es auf den Seiten der amerikanischen
Botschaft unter www.usembassy.de.
Das Visum beantragt man entweder selbst oder die Sponsororganisation übernimmt dies. Ein spezieller Visa-Service ist nach meiner Erfahrung nicht notwendig (erfahrungsgemäß bekommt man den Pass bereits nach etwa einer Woche von der Botschaft zurück).
Kosten
Die Kosten variieren je nach Organisation, mit der das Visum beantragt
wird. Dabei sind zusätzlich zu den Programmgebühren, die die
Sponsororganisation erhebt, die Krankenversicherung und eventuell erforderliche
Pflichtseminare große Kostenfaktoren. Bei der Carl Duisberg Gesellschaft
ist z.B. ein halbtägiges Seminar in New York vor Antritt des Praktikums
obligatorisch.
Je nach Länge und Art des Praktikums kann man von etwa €
380 Programmgebühren und €380 für die Krankenversicherung
ausgehen. Die deutsche Krankenversicherung muß zusätzlich beibehalten
werden.
Es gibt verschiedene Fördermöglichkeiten und Stipendien,
an der FH-Hamburg z.B. das Ditze-Stipendium.
Praktika im Bereich Ingenieurswesen werden im allgemeinen bezahlt. Einige Firmen stellen auch Flugticket, Auto (in vielen Städten unumgänglich) oder Wohnung bzw. helfen bei der Suche. Da Lebenshaltungskosten und Bezahlung lokal sehr unterschiedlich sind, empfehle ich die Verdienstübersichten, die man auf den Webseiten einiger amerikanischer Hochschulen findet.
Bewerbung
Den Praktikumsplatz muss man meist selbst suchen. Bei der Carl Duisberg
Gesellschaft (CDG) gibt es aber z.B. ein Programm für die Automobilindustrie,
bei dem CDG einen amerikanischen Arbeitgeber für die Teilnehmer sucht,
wenn diese sich für die Teilnahme qualifiziert haben.
Beispiele für Anschreiben (cover letter) und Lebenslauf (resume)
gibt es auf den Homepages vieler amerikanischer Universitäten. Dort
findet man oft auch Praktikumsplätze und Verdienstübersichten.
Man beachte vor allem den unterschiedlichen Aufbau im Vergleich
zum deutschen Lebenslauf (letzte Tätigkein zuerst, kein Foto usw.).
Das Internet ist eine gut Quelle für Beispiele und Anleitungen (siehe
"Suchmaschinen").
Links
Die meiner Ansicht nach ergiebigste Informationsquelle (auch zu
Fördermöglichkeiten) fand ich auf den Seiten der FH-Hannover:
http://www.fh-hannover.de/usa
Auch die FH-Hamburg bietet viele Informationen, z.B. zu Fördermöglichkeiten
und Praktikabörsen:
http://www.haw-hamburg.de/fh/campus/akadamt/deutsch/praktikum_ausland/indexf.html
Bei der amerikanischen Botschaft
findet man Reiseinformationen sowie Auskunft zu den Visa-Kategorien, Visa-Antragsformulare,
Hotline-Nummern usw.
http://www.usembassy.de
Sponsororganisationen, über
die man ein J1-Visum beantragen kann, sind z.B. die Carl Duisberg Gesellschaft
und Council:
http://www.cdg.de
http://www.council.de
Ein sehr gutes Online-Wörterbuch
mit vielen technischen Fachbegriffen bietet die TU-München:
http://www.leo.org
Gute (Meta-)Suchmaschinen:
http://www.google.com
http://www.queryserver.com
http://www.metacrawler.com
Kleinanzeigen vieler amerikanischer Tageszeitungen sind auch online zugänglich. Über das Internet lassen sich auch Wohnungen, Zimmer oder Mitbewohner (roommates) finden, so daß diese Vorbereitungen schon vor der Abreise getroffen werden können.
Ausführliche Informationen zur
Startphase in den USA können bei Professor Hempel kopiert werden.
Viel Erfolg!
Sylvia Matthiesen