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Das Internet

Die Lebensdauer der URL

Februar 2017
1 Änderung am 21.07.2017

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© W. Kaspar-Sickermann

 URL = Uniform Resource Locator   frei übersetzt: Internetadresse 

"Das Internet vergisst nichts ..."

Ja, das wissen wir alle. Ist mal ein böswilliger Kommentar oder eine Falschaussage im Netz, dann ist es verdammt schwer, das wieder völlig aus dem Internet zu entfernen.

Demnach kann man auch wichtige Dinge, die man im Netz gefunden hat, später wiederfinden?

Es ist der große Vorteil des Internets, dass man in einer wissenschaftlichen Arbeit mit sogenannten Links direkt auf die verwendeten Quellen verweisen kann. Der Leser kann sich mit einem einzigen Mausklick beim Original informieren.

Das sollten wir mal am Beispiel einer Dokumentation überprüfen. Dazu besuchen wir hier auf dieser Seite nacheinander Links aus der Arbeit → Energie-Fragen,
mit den Adressen, die in der Jahreswende 2011 / 2012 gültig waren.

Bitte testen Sie selbst, das geht ganz schnell:
Klick mit der Maus. Erscheint die Seite?     Ja? Nein?     ... und gleich wieder zurück.

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DIE ZEIT v. 20.April 2011: "Der Himmel über dem AKW" mit der Adresse:
www.zeit.de/2011/17/Kernenergie-Klimaschutz

DIE ZEIT v. 6. Oktober 2011: "Eine glatte Lüge" mit der Adresse:
www.zeit.de/2011/41/Endlager-Sailer

DIE ZEIT v. 01.09. 2011: "Norwegen, der Akku Europas" mit der Adresse:
zeit.de/2011/36/Energie-Deutschland-Norwegen/seite-1

Das ZDF (2011): "Machtfaktor Erde" mit der Adresse:
http://machtfaktorerde.zdf.de/

Handelsblatt 29.12.2011: "Unternehmen klagen über Stromaussetzer"
mit der Adresse:
www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/unternehmen-klagen-ueber-stromaussetzer/6002798.html

Hamburger Abendblatt 5./6.11.2011: "Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid
so stark gestiegen wie nie" mit der Adresse:
www.abendblatt.de/politik/ausland/article2083189/Ausstoss-des-Klimagases-Kohlendioxid-so-stark-gestiegen-wie-nie.html

vdi-nachrichten 03.02.2012: "Erdgas aus Wind und Sonne" mit der Adresse:
www.vdi-nachrichten.com/artikel/Erdgas-aus-Wind-und-Sonne/57153/2

Seriöse Medien
 
haben eine
 
einwandfreie
 
Dokumentation

Wikipedia "Photovoltaik" mit der Adresse:
de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik

Wikipedia "Beaufortskala" mit der Adresse:
de.wikipedia.org/wiki/Beaufortskala

Kurz, alle Themen erscheinen bei Wikipedia einwandfrei mit der damaligen Adresse. Man muss allerdings wissen, dass die entsprechenden Seiten weiter entwickelt wurden. Diese Entwicklung kann man auf der jeweils zugehörigen Diskussionsseite verfolgen.

Alle verlinkten Themen sind bei Wikipedia aufrufbar. Ihre zwischenzeitliche Veränderung ist dokumentiert.

Wir suchen Prof. Dr. Requate, UNI Kiel:
www.bwl.uni-kiel.de/iwni/

Wir suchen Prof. Dr. Alt, fh-Aachen,
"Auswirkungen des Kernkraftwerk-Moratoriums auf die Übertragungsnetze
und die Versorgungssicherheit"
www.alt.fh-aachen.de/downloads//Allgemeines/Hilfsb%20125%20%20Kernenergieausstieg%20Gas%20+%20Wind%2010.4.2011.pdf

Wir suchen meinen Kollegen Prof. Dr. Horn, haw-hamburg mit der Adresse:
www.mp.haw-hamburg.de/pers/Horn/

Wir suchen meinen Kollegen Prof. Schubert, haw-hamburg mit der Adresse:
http://users.etech.haw-hamburg.de/users/schubert/forschung.html

Wenn die Hochschulen dauernd die Struktur ihres Internets ändern und damit den Seiten immer wieder neue Adressen geben, schaden sie sich selbst.

Robin Wood: "Biblis A: Allgemeine Daten"
www.robinwood.de/german/energie/akws/biblis-a.html

Deutsche Energie-Agentur:
"Integration erneuerbarer Energien in die deutsche Stromversorgung
im Zeitraum 2015 – 2020 mit Ausblick 2025"
www.dena.de/fileadmin/user_upload/Download/Dokumente/Studien___Umfragen/Endbericht_dena-Netzstudie_II.PDF

Deutsche Energie-Agentur:
/www.dena.de/fileadmin/user_upload/Download/Dokumente/Projekte/ESD/netzstudie1/dena_netzstudie_l_zusammenfassung.pdf

Organisationen und Firmen sollten in der Lage sein, ihre Seiten zu pflegen

Die folgenden Beispiele sind meiner Meinung nach nicht vertretbar:

Bundesnetzagentur 11.04.2011: "Auswirkungen des Kernkraftwerk-Moratoriums
auf die Übertragungsnetze"
bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/BNetzA/Presse/Berichte/2011/MoratoriumsBericht11April2011pdf.pdf?__blob=publicationFile

Bundesnetzagentur 26.05.2011: Aktualisierter Bericht s.o.
bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/BNetzA/Presse/Berichte/2011/FortschreibungMoratoriumsBericht26Mai2011pdf.pdf?__blob=publicationFile

Beide Dateien sind historische Dokumente über ein einmaliges Ereignis mit großen Auswirkungen. - Es ist mir auch nicht gelungen, diese Seiten durch Sucheingabe des Titels auf der Seite des Bundesnetzagentur zu finden.

Einer Behörde darf es nicht passieren, dass ihre historischen Dokumente nicht mehr aufgerufen werden können

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat am 06.06.2011 ein Eckpunktepapier zur Energiewende in Deutschland herausgegeben. Es ist die Basis, der Fahrplan der deutschen Energiepolitik:
"Der Weg zur Energie der Zukunft - sicher, bezahlbar und umweltfreundlich"
Sorry, die erste URL habe ich nicht mehr in Erinnerung

Nach relativ kurzer Zeit war die Seite verschwunden und auch nicht durch Sucheingaben beim Ministerium aufzurufen. Wegen der Wichtigkeit dieser Seite habe ich das Ministerium um die neue Adresse gebeten und erhielt sie am 09.12.2013:
www.bmu.de/P1691/

Bereits im August 2014 musste ich erneut um Hilfe bitten. Die Seite war zum Bundesministerium für Wirtschaft und Energie umgezogen. :
bmwi.de/DE/Themen/energie,did=405004.html
STOP ! Was Sie hier aufgerufen haben, ist nicht die gesuchte Seite !

Auch diesen Link gibt es nicht mehr. Da ich den Titel des Dokuments kannte, konnte ich die jetzt gültige Adresse über eine Suchleiste finden:
bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/E/energiekonzept-2010-beschluesse-juni-2011.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Das Basisdokument der deutschen Energiepolitik bleibt im Verborgenen
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Es wird viel über die Lebensdauer der Speicher unserer Daten diskutiert. Viel schneller geschieht es oft, dass unsere Daten im Internet einfach wegtauchen.

Dabei beweisen uns die seriösen Medien, dass es völlig problemlos ist, Dateien über beliebig lange Zeit im Internet leicht abrufbar zu speichern. Natürlich erscheinen sie nicht mehr sichtbar auf den Internetseiten der Zeitschrift, des Senders, aber sie haben immer noch ihre alte, einmal vergebene Adresse (URL).

"Das Internet vergisst nichts ..."

Nein, die Dateien sind in der Regel noch auf dem Server, aber viele sind nicht mehr aufzufinden, sind verschwunden. Das kann unterschiedliche Gründe haben, z.B.:

Von der ganzen vorstehenden Thematik unabhängig muss es respektiert werden, wenn ein Autor in freier Entscheidung seinen Beitrag zurückzieht. Ein entsprechender Hinweis unter der ursprünglichen URL wäre dann korrekt.

Winston Smith aus dem Ministerium für Wahrheit hatte "1984" viel zu schreiben, um die Geschichte zu korrigieren. Heute geht das einfacher: die Daten verschwinden.
Absichtlich?  Meistens wohl unabsichtlich.
[gestrichen am 21.07.2017]

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