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Tagebuch Myanmar - Regenzeit 2006

der große liegende Buddha bei Mudon

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26. Feb 10
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Mawlamyine, Freitag, 04.08.2006, 2145, Attran Hotel

Völlig unprogrammmäßig bin ich nun wieder dort, wo ich heute früh mit vollem Gepäck abgefahren war, in Mawlamyine, habe sogar dasselbe Zimmer und werde gleich wieder die Wäscheleine aufhängen ...

Ich sitze im Restaurant und habe mir aus der Speisekarte Pommes und Maissuppe herausgesucht. Beides ist vorzüglich, mit anderen Speisen bin ich zurückhaltend.

Mawlamyine: start in the rain A mosque in Mawlamyine a bus in Mawlamyine

Heute früh ging es wieder pünktlich los. Der Akku war überhaupt nicht geladen, obwohl die Ladelampe die ganze Nacht geleuchtet hatte. Die Spannung war einfach zu niedrig gewesen. Glücklicherweise habe ich sechs Akkus für meine Kamera mit, Erfahrung macht klug! [Eben habe ich das Ladegerät in der Rezeption anschließen dürfen. Dort haben sie einen Spannungskonstanthalter.]

Wir fuhren mit vollem Gepäck über Mudon zum großen liegenden Buddha. Er machte von außen einen etwas trostlosen Eindruck, was ich auf die Einwirkungen der Regenzeit schob.

the large reclining Buddha, 180m, image taken from the
	opposite hill the large reclining Buddha, a ruin before completion? the government stopped the allotment of cement
Zinathuka Yan Aung Chantha, 180 m lang
reclining Buddha, large picture!

Ich hatte darum gebeten, den Abt treffen zu können, der dieses riesige Bauwerk erdacht und durchgesetzt hatte. - Er sei oben in den Bergen. Man könne mit dem Wagen dorthin fahren.

Wir fuhren die Strecke, die ich vor 2½ Jahren in brennender Sonne mit Myint Zaw gelaufen war (und auf der ich meine Brille verloren hatte) gemütlich mit dem Wagen hoch. Dort oben hieß es "der Abt schläft". Wir könnten um 11:50 Uhr kommen (er muss bis 12:00 gegessen haben, danach darf er nicht mehr).

Großbild, leicht ladbar

So fuhren wir wieder hinunter und begannen, den Buddha zu besichtigen. ICH WAR ENTSETZT! Seit meinem letzten Besuch war kaum noch ein Handschlag getan worden. Überall tropfte, strömte das Regenwasser herunter. Wir liefen eher durch eine Ruine als durch eine Baustelle. Wegen der grün überwachsenen glitschigen Flächen war es noch gefährlicher geworden, dort herumzulaufen.

trunk and head legs and feet, nature comes back the large reclining Buddha, supporting structure water in the unfinished building
inside the building: water and fouling.
	in the background: the inner surface of the toes! one of the (finally) 182rooms water is pouring through the ceiling. Aye Lwin is
	standing in a channel one of the dry chambers

Ich fand die Öffnung oben bei der Hand wieder, kletterte auf die Außenseite bis herauf auf die Schulter und konnte eine Menge Fotos aufnehmen.  -  Es war schlimm, ansehen zu müssen, wie schnell so ein Bauwerk zur Ruine werden kann.

view from the shoulder to the head the eyelashes view from the shoulder to the feet. Look
	at our car on the ground! the large Buddha near Mudon
the large Buddha near Mudon
der große Buddha bei Mudon [27 s]
the venerable Sayadaw of Winsein Monastery

Dann war es an der Zeit, den etwa 84 Jahre alten Abt zu besuchen. Aye Lwin hatte Schwierigkeiten zu übersetzen, weil der Abt Mon war und in seiner Sprache redete.

Ich überreichte dem Abt den Ausdruck der Internetseiten, die er sofort studierte. Er sprach von der großen Idee, diesen Buddha hier zu bauen.

Er studierte meine Handlinien, sagte wohl insgesamt etwas Nettes darüber, war aber sehr unzufrieden mit meiner kurzen Lebenslinie. Er zeigte mir seine, die tatsächlich fast bis ins Handgelenk reichte. Durch intensiven Druck seiner Hände auf meine Handflächen gab er mir dann etwas ab von seiner Energie und Lebenskraft.

Agga Maha Saddhamma ZotikaDhaza
Baddanta Kethara

Ich erfuhr, dass die Militärregierung den Bau des Buddha genehmigt hatte. Dann sei zwar der Bau nicht gestoppt worden, aber es stünden keine Geldmittel mehr zur Verfügung.

später erfuhr ich es etwas genauer. Das gesamte Baugeld war durch Spenden hereingekommen und die Regierung hatte den Zement für den Bau freigegeben. Sonst hätte er auf dem schwarzen Markt gekauft werden müssen, unbezahlbar. Nun war die Freigabe gestoppt. Myanmar hat nur zwei Zementfabriken.

Insofern war meine Spende "für einen Sack Zement" nicht sehr sinnvoll.

a pagoda up in the mountain. Background
	the large reclining Buddha

Wir gingen dann noch weiter den Berg rauf, um aus dieser Richtung den Buddha zu fotografieren.

the large reclining Buddha and the landscape
roter pfeil  mehr über den großen liegenden Buddha roter pfeil  more about the large reclining Buddha image
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