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In Südostasien wimmelt es nur so von Schlangen. Das hatte Peter jedenfalls
geglaubt, bis er nach Thailand kam. Tatsächlich, wer eine Schlangenfarm
besucht, auf der die Tiere gehalten werden, um mit ihrem Gift Seren herzustellen,
staunt, wie viele Schlangen dort sind und wie viele Arten es gibt.
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Im Bergland und auf den Reisfeldern ist es schon schwieriger, sie zu finden. In der
Regel flüchten sie vor Menschen, wenn sie sie rechtzeitig erkennen. Acht
Stunden war Peter damals alleine gelaufen von den Lisu zu den Akkhas, Karen und Lahu.
Hat immer sorgfältig aufgepasst, ja nicht über eine Schlange zu stolpern, ...
nichts!
Am nächsten Tag ließ er sich von Abepha, einem Lisu, führen. Siehe da,
Abepha zeigte mal hierhin, mal dorthin:
[ngu: = Schlange],
aber Peter sah immer noch nichts. Sie lagen im Unterholz versteckt.
Ein anderes Mal: In einem Dorf hatte man eine fast zwei Meter lange Schlange
entdeckt und jagte sie. Hunde jaulten, griffen an und sprangen zurück, die
Männer stocherten im Gebüsch mit langen Stangen, bis die Schlange
herausfuhr. Peter staunte über die Geschwindigkeit und, wie sich die Schlange wehrte.
Schließlich wurde sie doch erschlagen, es dauerte, bis sie starb.
Am Abend durfte Peter gebratene Schlange essen. Aber die Stimmung im Dorf
war nicht gut, denn man hatte die Schlange am
[wan phrá = Tag Mönch]* getötet, außerdem war es gar keine giftige gewesen.
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